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19.4.14

Besuch von Zuhause

In letzter Zeit habe ich mich doch immer wieder gefragt, wie das wohl wird dann nach so langer Zeit wieder alle zu Hause gebliebenen zu treffen. Habe ich mich sehr verändert? Oder haben sich alle anderen verändert? Oder könnte es passiert, dass es einfach nicht mehr passt?

Als ich am Montag, dann nach so langer Zeit meinen kleinen (nicht mehr ganz so kleinen, inzwischen doch wirklich deutlich längeren) Bruder in die Arme schließen könnte war aber sofort wieder alles beim Alten. 'Ohh Larissa du bist peinlich!' 'Halts Maul Bruderherz!' Jap es war wirklich wunderschön, dass mein Bruder und ich die Möglichkeit bekommen haben ein Paar Tage während unserer Osterferien gemeinsam zu verbringen.



Und es war wirklich erstaunlich wie ich erst durch ihn wieder auf die vielen Kleinen Dinge hingewiesen wurde, die hier in Schweden wirklich anders sind. Für mich war es einfach so normal, dass auf unserem Weg zum Laserdom (um Laser Tag zu spielen.. man muss seinem Bruder ja etwas bieten ;) 3 Busse einfach nicht aufgetaucht sind und wir zum Schluss trotz Zeitpuffer rennen mussten um noch einigermaßen pünktlich zu sein. Dass zwischen Schweden, die sich nicht kennen, immer ein mindestens 3m großer Sicherheitsabstand herrscht. Dass der Umgang höflicher und freundlicher als in Süddeutschland ist. Dass wir hier auf Dänische Art unser Brot mit Messer und Gabel essen. Ich könnte diese Liste endlos weiter führen. Genauso hat er mir aber auch wieder Kleinigkeiten aus meinem Deutschen Leben in den Kopf gerufen, die längst vergessen waren. Es ist wirklich erstaunlich wie schnell sich der Mensch an neue Situationen gewöhnen kann und alte auf ein paar wichtigste Erinnerungen reduziert.
Und was mich selbst noch mehr erstaunt hat. Wenn ich mich nicht darauf konzentriere welche Sprache ich spreche, bequatsche ich Leute meist auf Schwedisch. Mein Bruder musste wiederholt verwirrt Erfahrung damit machen.. während ich sauer wurde weil er nicht reagierte und nicht im geringsten merkte, mal wieder ins Schwedische gewechselt zu haben. Sprachchaos war diese Woche wirklich vorprogrammiert. Mein Bruder kämpfte besonders mit dem Englisch. Ich war ähh verwirrt..

Wie vertraut mir Schweden und mein Leben hier geworden ist, bemerkte ich erst richtig, als ich es zusammen mit meinem durch und durch deutschen Bruder bestreiten musste. Man wird doch ein kleines bisschen stolz, wenn man Dinge erklären kann, die einem selbst am Anfang genauso verwunderlich vorkamen. Und als mein Bruder dankend mein Angebot auf ein Eis mit: "Das ist doch viel zu kalt hier." ablehnte, war diesmal ich es, die sauer darauf hinwies: "Das ist eben unser Schwedischer Sommer hier!"

Danke an alle, die mir diese wundervollen Tage mit meinen KLEINEN Bruder ermöglicht haben
Larissa

21.2.14

Momentaufnahme

Langsam beginnt sie die Panik. Der Jahreskalender ist schon längst im Papierkorb gelandet. Ich kann den Blich auf die schmelzenden Monate nicht mehr aushalten. Plötzlich liegt Post zur Rückreise im Briefkasten. Ein enttäuschtes "Aber da bin ich schon wieder in Deutschland" fällt öfter und öfter.
Übertrieben denkt ihr? Ich hab ja noch vier Monate? Wahhh vier Monate..  und wie soll ich bitte alles was ich noch erleben, ausprobieren oder einfach lieb gewonnen habe in diese mickrigen vier Monate stopfen?!

Und da dachte ich doch vor kurzem sogar tatsächlich, dass ich inzwischen genug eingelebt wäre, um mich nicht mehr durch Unwissen zu blamieren.. Da haben mir die Skandinavisch-typischen-Semlor, den man auf keinen Fall wie Instinktiv vermutet (ihr denkt doch auch als erstes an..?) wie einen Hamburger essen darf!!!!! aber einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht >_<
Es ist jetzt nämlich Semlatime. Die mit Marzipan und Sahne gefüllten Semmel isst man traditionell rund Februar/März.. (ein kalorienreicher Ersatz für Fasching, der hier komplett unbekannt ist.. Versuche besser nicht einem Schweden den Scham von verkleideten, betrunkenen Menschen, die in der Kälte zu schlechter Musik feiern, zu erklären! Nein Semla sind super :D) 
Also falls ihr mal in Skåne einen Semla spendiert bekommt, blamiert euch nicht! Sondern tunkt wissend erst den mit Puderzucker bestreuten 'Deckel' in die Sahne; verspeist ihn mit Genuss und schäkert dann den Rest eures Burgers wie ein belegtes Brötchen. Man lernt wohl nie aus..

Mein Körper tickt inzwischen Schwedisch: Schreit pünktlich um 9,11,1,3,5 und 8 nach Essen!
Pizza während einer 40min Mathestunde - der Lehrer in der Stunde vorher hat einfach die Fikapause gestrichen :( Ich kann mich mit leerem Magen aber nicht konzentrieren!
Das Geheimnis der trotzdem schlanken-blonden Schwedinnen? Immernoch keine Ahnung -_-
Deshalb schließe ich mich gezwungenerweise den durchtrainierten Schweden an und werde Gymjunki. Fast jeder etwas sportlichere Schwede ist in einem Fitnessstudio angemeldet, und unsere Schuleigene Gym ist ein beliebter Treffpunkt nach dem Unterricht.

Ich fange gerade erst an meine Umgebung zu erkunden! Es ist kein Klischee.. Schweden werden mit der Sonne aktiver.. deshalb wird mein Radius jetzt auch endlich von -mit dem Fahrrad zu erstrampeln- zu -mit dem Zug zu erreichen- ausgeweitert. 

Und mein Alltag unterscheidet sich sowieso nicht groß hier. Ich muss auch hier ab und zu meine Nase zu Hause in ein Schulbuch stecken, ich gehe 5 Tage die Woche in meine Nerdy-Technik-Klasse <3 und gammle ab und zu mit Wikingern.

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Langsam beginnt sie die Freude auf das erste richtige Sonntagsfrühstück mit der biologischen Familie, auf Partys bei denen getanzt wird, auf die bezahlbare Kosmetik bei DM, auf das erste lange Bad nach einem Jahr duschen…

Das was ich wirklich am Meisten vermisse ist die Frühstücktradition in Deutschland! Frühstück in Schweden dient nur um dem ersten Hungerschrei am Morgen den Hals zu stopfen, um 11 gibt es dann ja auch schon die erste von zwei warmen Mahlzeiten.
Das Linke Foto zeigt ein typisches im Stehen, lieblos, aus einem Plastikbecher (Nein in Schweden dienen diese Becher doch nicht um auf Partys ..kein Alc unter 18 in Schweden - das ist spezieller Frühstück-to-go-Becher^^) eingenommenes Müsli. Das Rechte zeigt die einzige Brezel, die ich seit 5Monaten *schnief* zu Gesicht bekommen habe (Dank einer Geschäftsreise meines Pappas nach Deutschland).. Die Brötchenauswahl hier ist erbärmlich.. es wird als altmodisch angesehen zum Bäcker zu gehen.. warum nicht zum nächsten Supermarkt oder zur nächsten Tankstelle - BANAUSEN!

Freunde kann man in Schweden finden.. Yufka nicht!
Ich vermisse euch Leute.. aber ich plane schon was ich alles essen werde, wenn ich erstmal wieder in Deutschland bin.. man könnte ja alle wieder treffen und Essen kombinieren?^^

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Melodifestivalen ist die Schwedische Art den Teilnehmer für den nächsten EuroVisionSongContest zu finden und ein riesen Event. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie groß der Druck in Schweden ist, nach dem letztes Jahr gerade DÄNEMARK :O gewonnen hat. Und jetzt schneidet Norwegen auch noch überdurchschnittlich gut bei den Olympischen Winterspielen 2014 ab.
Nicht einmal das erst kürzliche Siegen über Finnland im OS-Eishockey kann diese Blamagen wettmachen.. ein zweites ABBA wird verzweifelt gesucht!
Nur für wenn bin ich den jetzt? Bleibe ich meiner Herkunft treu? Ziehe ich mit meiner Gastfamilie und Dänemark? Oder sollte ich mich lieber doch nicht mit unseren Nachbarn anfeinden und mein jetziges Zuhause unterstützen?
Warum eigentlich entscheiden, wenn man auch eine drei Mal so hohe Chance auf der Seite der Gewinner zu sein haben kann?
.. hehehe Larissa

4.2.14

Halbzeit - 9Veränderungen 1Konstante

  1. Ich war mit meinen Computertechnik-Hausaufgaben einen Tag zu spät dran. (Gott die Schweden haben so einen schlechten Einfluss auf mich :D War trotzdem eine der Ersten..)
  2. Ich bin inzwischen Spezialist für unser Schulessen! (Weiß genau was kombiniert am Besten schmeckt, was ungenießbar ist, wann es besser ist auf Suppe auszuweichen und wie man diese dann aufpeppen kann..)
  3. Ich kann das schwedische Wort 'fast' korrekt anwenden, fast kein Schwede wendet es korrekt an.. (Aber fragt bloß nicht nach einer Übersetzung! Deutsche-Sprache wird mehr und mehr schwere Sprache für mich...)
  4. Ich werde wieder im Unterricht ermahnt.. (mhh mein Flüstern ist wohl auch auf Schwedisch kein 'viskning' - aber in Schweden gibt es ja keine Strafarbeiten.. also was solls!^^)
  5. Ich hatte letztens 2 Lachflashs an einem Tag (der Vorteil wenn man alle Witze versteht: Der Alltag wird lustiger. Nachteil: Ich sage nur Schweden sind keine Lachflashs gewöhnt…)
  6. Ich bevorzuge ganz "Schwedenlike" meinen Rucksack als Busnebensitzter (nur keinen Zwang sich unterhalten zu müssen oder Fremden zu nahe zu kommen -Busstille-)
  7. Ich höre Schwedischen Schlager - nicht weil er gut ist, sonder weil ich ihn verstehe - Punkt (jaaa es wird bisschen peinlich, wenn man ihn dann dank Ohrwurm den ganzen Tag singt..)
  8. Ich habe mich endlich an schwedische Namen gewöhnt, sie gelernt auszusprechen (und bin nun auch mental darüber hinweg gekommen, dass Axels hier keine älteren Männer oder Axeln sind, sondern vielmehr Schultern oder Blondis.)
  9. Ich verstehe nun, warum alle Schweden Snapchat als so nervig empfinden (hat aber nur zu einer Jetzt-erst-Recht Einstellung geführt.. Herregud bin ich ein stressiger Snapchat Kontakt :)
  10. Ich werde immer noch tyskan oder german genant.
Puss Larissa

Min 'Alltag' - Schneespaziergänge

Der Winter ist letzte Woche, zwar etwas verspätet, aber schlussendlich auch in Südschweden eingetroffen. Und diesen Post widme ich Martha um ihr endlich die oft gestellte Frage: "Was passiert, wenn ihr eingeschneit seit?" zu beantworten. Euer Eskimo Larissa

An diesem Tag konnte ich noch in den Spuren meiner Gastelterns Autos radeln:
..Und dachte es wäre rutschig und kalt.. ein Irrtum wie es sich zwei Tage später herausstellte..
Hier musste ich das erste Mal Schieben um Heim zu kommen:
Bis ich schließlich mein Fahrrad ganz zu Hause lies:

Mitt Definition Schnee: kommt zusammen mit einer Menge Wind, weswegen -2 Grad sich plötzlich wie -11 anfühlen; ist weiß und weich, weshalb Fahrrad fahren unmöglich wird und man um Innebandy zu Trainieren erstmal wandern geht; führt leider nicht zu offiziellem Schulfrei, weswegen man um einen 'Spaziergang' zu sparen von seinen Eltern mitgenommen wird und deshalb 2h zu früh in der Schule ist; häuft sich dank Wind gerne an Stellen, die man gerne passieren würde, weshalb man plötzlich nur noch direkt nach der Räummaschine (7Uhr morgens und 5Uhr abends) (Auto)fahren kann; führt zu einer Entwicklung von Hass-Liebe!


.. führt zu einer Steigerung des Genusses von warmen Getränken und Feuerstellen <3


12.1.14

Im Land der ää's - FINNLAND

Oder auch schon wieder zuHause in Schweden, wenn das auf meinem Blog erscheint. Aber gerade blogge ich sehr gemütlich aus einem Café mitten in Helsinki – Finnland, da ich noch ein bisschen Zeit zu meinem Flug habe. 
Alleine Fliegen - Das war schon auf der Herreise ein rießen Schritt für mich. Ich war nervös, zu nervös um in der Nacht davor auch nur ein Auge zuzutun. Zu meiner Entschuldigung. Ich bin bissher kaum geflogen und wenn, war immer eine Erwachsene Person anwesend, der ich einfach nur hinterherdackeln musste. Jetzt sitze ich hier. Muss noch meinen Bus zum Flughafen finden, dort mein Ticket ausdrucken, mein Gepäck abgeben, den richtigen Gate finden. Und wenn ich Pech habe dann später den richtigen Zug von Dänemark nach Schweden. Naja ich hatte schon größere Probleme während meines Auslandsjahr. :D Aber jetzt von vorne! Der Blogeintrag zu meinem ersten selbst finanzierten und größtenteils auch organisierten Urlaub. Gott fühle ich mich gerade erwachsen und frei
 
Am Flughafen in Dänemark lief alles reibungslos. Schon fast zu problemlos, ich hatten noch eine ganze Menge Zeit und dank durchgegrübelter Nacht war ich totmüde. Also habe ich meine Restzeit bis zum Flug einfach im Halbschlaf, Musik hörend verbracht. Im Flieger hatte ich dann sogar einen Fensterplatz. Die Freude darüber war aber nur von kurzer Dauer. Hatte ich vor lauter -Hilfe ich bin in einem Flieger- doch glatt vergessen, dass es draußen schon dunkel war.. Hups :D
Aber wer braucht Landschaft als Aussicht, wenn er auch einen heißen finnischen Studenten als Sitznachbar haben kann. Hahaha nein aber dank dem Finnen Ville hatte ich den ganzen Flug einen Gesprächspartner als Ablenkung von dem kleinen Rest Flugangst der noch übrig war und das Beste! eine Navigationhilfe am Flughafen in Helsinki :D So viel zum Thema schüchterne, schweigsame, unfreundliche Finnen :)

Endlich das erste Mal auf finnischem Boden habe ich dann auch relativ schnell Gepäck und Deliah, eine Österreichische Austauschschülerin, die mich lieberweise für die vier Nächte in ihrem Zimmer aufgenommen hat - Tack! – gefunden. Ihre Gastfamilie sind Finnland Schweden und sie besucht eine Schwedische Schule in Espoo. Ich konnte also mein Schwedisch anwenden. Da seht ihrs! Man braucht Schwedisch auch außerhalb von Schweden!^^ 
Finnisch puhhh. Das ist auch so ein Rätsel für sich. Es klingt und sieht witzig aus.. irgendwie als ob ein Kleinkind auf einer Tastatur rumhackt und dabei viele ä's erwischt..  Und der Sinn dahinter bleibt normal Begabten wie mir komplett verborgen. Spaß bei Seite. Finnisch ist eine sehr schwierige Sprache mit komplett anderem Sprachstamm. Deshalb Hut ab vor allen ATS, die nach einem Jahr finnisch beherrschen!



MeinFinnland:
  • finnische Sauna (es ist wahr! In jedem finnischem Haus gibt es eine Sauna. Man sauniert meist nach Geschlecht getrennt, die Wärme reguliert man über Wasser und heiße Steine)
  • (in Finnland bezahlt man wie in Deutschland mit Euros. Gott hat mich das verwirrt, nach dem ich hier noch nicht mal dem Kampf zwischen Schwedischen und Dänischen Kronen gerecht werde. Finnland ist teuer! Was einem gerade dadurch so richtig auffällt, weil man die Preise so einfach mit deutschen vergleichen kann.)
  • Busfahren/er (mein finnisch ist in den 5 Tagen immerhin so weit gewachsen, dass ich Busfahren kann.^^ Auch wenn ich immer noch Angst vor den Busfahrern habe. Wie kann man nur so grimmig schauen.. Naja aber eigentlich bin ich selbst schuld.. Da der durchschnittliche Kunde nämlich eine Buskarte besitzt und die dann einfach im Bus an den Scanner für die richtigen Zonen hält.. kein Menschenkontakt und keine Arbeit für den Busfahrer. Und dann komme ich mit meinem unverständlichen finnisch "Lapsi Helsinki" 'ein Kind nach Helsinki' und will die 2,50€ auch noch mit einem 20€ Schein bezahlen. Gott da wäre ich als finnischer Busfahrer auch angepisst :D Aber das seltsamste am Busfahren in Finnland. Man muss dem Bus winken, damit er für einen hält und man muss genau wissen wo man raus will, da es keine Anzeige gibt an welcher Haltestelle man sich gerade befindet. Mein Respekt vor Austauschschülern in Finnland wächst und wächst^^)
  • Schule (da Deliahs Ferien schon vor meinen vorbei waren, blieb mir nichts anderes übrig, als einen Tag meiner Ferien in der Schule zu verbringen :( :D. Schule in Finnland ist in Perioden eingeteilt an deren Ende sich immer eine Testwoche befindet. Das finnische Schulsystem unterscheidet sich erheblich vom Schwedischen. Die Schulen selbst sind zwar auch sehr modern, Finnen besitzen aber keine eigenen Computer und müssen meistens selbständig während des Unterrichts mitschreiben. Unterrichtsstunden sind immer gleichlang und zwischen allen Stunden gibt es 10min Pause zum Bücher und Klassenzimmer wechseln. Insgesamt sind finnische Schulen wohl sehr viel 'effektiver' als schwedische. Dafür ist schwedisches Schulessen besser.. und Fika kann man in finnischen Schulen auch nicht kaufen :D)
  •  Essen (noch weniger Zucker als in Schweden, noch mehr Lakritz als in Schweden! Obst gehört in den Standart Salat, Fleisch wird manchmal süß angemacht, man isst sehr viel weniger als in Schweden. Ich habe meine Fika vermisst! :D Sonst die Skandinavischen Standards Milch, Käse, Kartoffeln, Knäckebrot)
  • Männlein und Weiblein haben in Finnland getrennte Gruppentoiletten. Was an sich für einen Deutschen nicht wirklich etwas Besonderes ist. In Schweden gibt es aber meistens nur ein Klo, das beide Geschlechter Teilen.. es war einfach naheliegend, dass mein erster Gang für Prinzessinen fast bei den Prinzen geendet wäre. Na super jetzt trete ich in schwedische und deutsche Fettnäpfen :D
  • finnisches Brot (bekommt seinen eigenen Punkt! Es ist nämlich sehr ähhm speziell.. Da gibt es einmal das 'süße' Brot, welches in Finnland nach Lebkuchen oder Honigbrot ohne Zucker schmeckt. Ganz im Gegensatz dazu steht eine Art dunkler-trockener-flacher-Weck-Brot. Und so richtig Kurios wurde es dann, als ich mit Reis gefülltes Brot probiert habe… interessant?!)
  • dunkel -> müde -> Kaffee/Kaugummi (ich war wirklich südlich in Finnland und es war trotzdem gerade mal ca 5h hell - wobei hell grau bedeutet! Die Sonne hab ich also 5 Tage gar nicht gesehen. Man wird einfach müde. Der allgemein überhöhte Kaffee und Kaugummikonsum helfen dabei nur leider nicht wirklich weiter. Beste Beispiele: Wir quälen uns um 10 aus dem Bett, schaffen es gerade mal zu Frühstücken und einen Kuchen fertig zu backen.. um 12 liegen wir halbtot auf dem Sofa, Schule beginnt um 10.. auf der Busfahrt hin schläft der halbe Bus.. selbst die normalerweise nie endende Energie zum shoppen war nach 1,5h aufgebraucht und auf meinem Rückflug habe ich am Flughafen auf meinem Koffer liegend geschlafen^^)
  • Ausländer (während Schweden, vorallem Südschweden von Einwanderern überflutet ist, gibt es in Finnland wenn überhaupt Zigeuner.. die man an ihren riesigen Röcken erkennt - ich habe genau eine gesehen.. und Touristen!)
  • Helsinki (Gott war ich überrumpelt von all den Hohen Gebäuden und Einkaufscenter. Ich bin wirklich keine Großstadt mehr gewöhnt :) Überall Menschen, Bahnen, Busse.. Ich merke schon den Schweden in mir. Lieber schnell in ein Café und den Trubel durch das Fenster bei einer gemütlichen Fika beobachten. Helsinki ist stolzer Besitzer der einzigen U-Bahn Finnlands, einem Robert's Coffee an jeder Ecke und im Moment dem Menschenmagnet überhaupt: einer Lichterschau!)

Bin schon groß,
bin nicht mehr klein,
werde bald ein Weltenbummler sein!
:D Larissa

21.12.13

Min "Alltag" - längre än månader fyra

Foto des Monats:
Wenn selbst Statuen frieren..
Bestes Erlebnis:
-Lucia- ist eine Schwedische Tradition, die jedes Jahr am 13.12 gefeiert wird um mit Licht und Gesängen die Dunkelheit zu vertreiben. Eine typische Lucia stellt man sich groß, schlank, blond und blauäugig vor, was ein bisschen schwachsinnig ist, da die ursprüngliche Hl Lucia der Sage nach aus Italien kam.. und deshalb bestimmt nicht dem Schwedischen Stereotyp entsprach :D. Aber falls ihr euch  jetzt nicht mehr ganz sicher seit, wer von all den blonden singenden Mädchen im Luciazug Lucia ist.. sucht nach der mit Wachs im Haar. Ein typisches Lucia-Problem, da Lucia das Licht mit einem Kerzenkranz, der als Haarschmuck getragen wird, nach Schweden bringt.
In meiner typisch-Schweden-technikbegeisterten-Schule wurde das Problem des Wachs-aus-dem-Haar-bekommen mit einer "elektrisch beleuchteten Lucia" gelöst, aber ich muss sagen in der Kirche mit echtem Kerzenlicht war das ganze viel feierlicher. Auch wenn ich vor dem Gottesdienst entsetzt feststellen musste, dass 80% des Kerzenlichtes elektrisch war. Aber hej so war es mit einem Knopfdruck dunkel, als dann endlich der 'Luciatåget' einzog. Praktisch, Praktisch :D

                              


Challenge:
Lussebullar (das typische Luciagebäck) backen - klingt wie immer einfach birgt aber doch einige Tücken. Angefangen bei den Zutaten bis zum 'Herstellungsprozess'..
Aufgabe 1- Zutatenshopping meisterte ich noch stolz erfolgreich. Für Lussebullar braucht man nämlich um eine gold-gelbe Farbe zu erhalten (,die das Licht symbolisiert) Safran. Safran ist nur leider so teuer, dass man ihn an der Kasse kaufen muss. Und wer hat für ca 4€ erfolgreich auf Schwedisch einen Gramm Safran erfragt und gekauft oho oho^^
An Aufgabe 2 bin ich dann leider gescheitert. Und dabei habe ich mir extra professionelle Hilfe in Form von Axel besorgt hahaha. Das Problem war, dass im Teig ziemlich viel Hefe enthalten ist.. Ja wer jetzt das Bild genauer betrachtet merkt sofort, dass da wohl etwas schief gelaufen ist. Ich war am Ende nicht mal imstande den total aufgeblähten Teig zu formen^^ aber geschmeckt haben sie natürlich trotzdem - nur halb gescheitert Puhh :D


Neues: 
In Monat 4 habe ich es auch endlich geschafft mich richtig in meiner Schwedischklasse einzuleben. Was ganz eindeutig daran liegt, dass ich von Kurs A (keiner spricht/versteht Schwedisch) zu Kurs C (alle verstehen und sprechen mindestens grundlegend Schwedisch) gewechselt bin. Und das war einfach eines der besten Dinge überhaupt, da ich sofort nach Kurswechsel viel besser wurde und nun zuHause und auch teilweise in der Schule nur noch Schwedisch spreche (Ja meine dänischen Gasteltern lernen mit :)). Überhaupt komme ich mit meinen neuen 'Mitschülern' viel besser klar. Ich bin zwar eine der Jüngsten und zwar mit Abstand, aber alle sind super goldig und haben mich sofort total lieb aufgenommen. Und es ist richtig interessant wie viel ich über all die verschiedenen Heimatländer erfahre.. und in unserem Badass-englisch-sprechenden-Kaffee-Kränzchen vertraue ich inzwischen der ein oder anderen Person auch gerne mal ein Problemchen an.. ja ich würde schon fast sagen meine Internationalen Freunde sind nicht mehr nur noch Austauschschüler. :)
Und dank Besuchen, Ausflügen und Fikas wird meine neue svenska-Lektion langsam aber sicher zu meiner neuen lieblings-Lektion.. liegt vielleicht auch daran, dass ich mich ohne Sprachbarriere beteiligen kann und endlich mal wieder meine Meinung vertreten.. ob das für alle Beteiligten so positiv ist.. wer weiß :D Und wer einen Job in Schweden sucht, kann ab jetzt gerne mich um Rat fragen.. ich bin bestens informiert.. fast schon Experte^^!
Das Ziel des Kurses ist nämlich nicht nur das Erlernen der Sprache sondern viel mehr das richtige Eingliedern ins Land, was ich selbst für sehr sinnvoll halte.
Bilder unseres studienbesök i Lund:


Fazit: Zeit rennt, Entdeckungsreise, Jul(shopping)




eure nächste Lucia :))
Larissa

27.10.13

Min "Alltag" - Anpassung?!

Es gibt sie natürlich immer noch, diese Larissa-was-machst-du-da-eigentlich Momente. Dieser Augenblick, in dem mich alle wie auf Knopfdruck anstarren, weil ich z.B meine Milch aufwärme (Warum ist es für Schweden logisch Heiße Schokolade zu trinken, aber heiße Milch ein No Go?!), weil ich eine Vesperbox dabei habe (Ja vielleicht esse ich lieber eine Birne von zu Hause, anstatt mir bei Netto eine RedBull und eine Tafel Schokolade zu kaufen!), oder weil ich bei einer PowerPoint Quellen angebe (Das waren ja auch nur Schlappe 6 Jahre in denen ich das machen musste!)... Und nach der Schlussfolgerung "Das macht man also anscheinend nicht in Schweden" folgt dann entweder der "Ich mach das aber so!"-Beschluss, die "Ohh hupsa passiert nicht wieder.."-Erkenntnis oder, und das gar nicht all zu selten, eine schleichende, unbewusste Anpassung. Ein an-das-Neue-gewöhnen! Was gerade  dazu führt, dass ich vergesse, wie die alltäglichsten Dinge in Deutschland eigentlich nochmal waren, oder der "Deutsche-Way-of-doing-it" mir einfach total abstrakt und ganz weit weg vorkommt.

Anpassung ist z.B. wenn:
  • man plötzlich nicht mehr über seinen Schulweg nachdenken muss. - man sich das erste Mal wundert warum man schon da ist und wie man eigentlich hergekommen ist.
  • man sein Handy auf Schwedisch umstellst. - und Schweden endlich nicht mehr total überfordert sind sich auf einem 'deutschen' Handy zu adden.
  • man nicht mehr regelmäßig erfriert. - da schwedische Pullis wärmer sind oder man einfach die Schwedisch Einstellung "und wenn ich friere, ich sehe gut dabei aus!" übernommen hat und die Kälte ignoriert.
  • man nicht mehr in Panik verfällt sobald man alleine Bus/Zug fahren muss - sondern sogar kurzen Smalltalk auf Schwedisch mit dem Kontrolleur führt.
  • man sich dabei ertappt Pläne eher als Möglichkeiten zu sehen - seinen Montag erst am Montag selbst verplant und mit allen anderen Tagen genauso verfährt.
  • man, wenn man von Heim oder Eltern redet generell erstmal die 'Schwedische'-Version meint - und seine deutsche qwertz-Tastatur plötzlich 'die Seltsame' und die schwedische qwerty 'die Normale' ist.
Wenn man Schwedische Trends versteht!
Wenn man ein normaler Teil der Klasse wird!
Wenn man sich wie ein Wikinger fühlt!
Aber trotz all der Anpassung, als Austauschschüler gibt es immer Dinge, die uns von allen anderen unterscheiden. Es ist unser Denken, unser Hintergrund, unser Blickwinkel. Das macht es manchmal anstrengend, man hat das Gefühl nach anderen Spielregeln zu spielen, versteht die Welt nicht mehr, Missverständnisse geschehen. Und während man diese kulturbedingten Unterschiede mit der Zeit besser kennenlernt, im Umgang mit ihnen langsam sicherer wird, sich an sie gewöhnt, sie vielleicht mit der Zeit schätzen und lieben lernt, gibt es zwei Unterschiede die uns Kulturtaucher unser ganzes Jahr begleiten und die das Auslandsjahr ausmachen: Wir haben drei Familien (Heimatland, Schweden, AustauschCommunity) und unsere Zeit hier ist begrenzt (YouOnlyLifeOnce)! Und das ist Herausforderung und Chance zu gleich! Sich in eine neue Familie zu finden ist nicht ganz einfach. Jede Familie hat ihre ungeschriebenen Regeln, Gesetze, Gewohnheiten. Herauszufinden wie die Dinge laufen während man gleichzeitig seine andere Familie vermisst ist erstmal hart, aber spätestens wenn man ohne darüber nachzudenken wieder im Schlafanzug durchs Haus tappst, weiß man, dass man nun zwei zu Hause hat. Und das fühlt sich zwei Mal so gut an! Eine andere Tür die sich uns öffnet, ist das bewusste-Erleben. Wenn du weist, dass alles ein Ende hat, lernst du jeden Augenblick zu Schätzen, deine Zeit sinnvoll zu nutzen und machst vielleicht sogar das ein oder andere Verrückte, an das du sonst nicht einmal mehr gedacht hättest. Kleine Augenblicke machen dich plötzlich superglücklich, du versuchst alles mitzunehmen, alles zu probieren, und selbst das Gefühl, dass etwas normal wird, ist irgendwie besonders.

Plötzlich nicht mehr die große Schwester sein und nicht die einzige am Tisch, die saut :D

Das Erleben von Momente die man nie vergessen möchte und einfach nur genießt! 

Verrückte Donnerstagsunternehmnungen mit Erika - enden meistens mit einem vollen Mund und einem Sprint zum Zug *-*

Probieren bis der Bauch weh tut.. bestes SüßesStück seit langem!

Gefühle die nur Austauschschüler verstehen- Gesprächstherapie mit Larissa aus Österreich <3

Ich lebe, lerne und genieße
Larissa

21.10.13

10 Fakten die ihr mir niemals glaubt! - Schule

Diesen Post widme ich allen meinen Lehrern.
Larissa
  1.  Die Regierung hier hat beschlossen, dass Teenager um 8.00 morgens noch nicht Leistungsfähig für Unterricht sind, deshalb beginnt der Unterricht durchschnittlich um 9.00! -  Oder wie für mich Mittwochs, doch eher später -10.10- und dann gibts um -11.20- erstmal Essen :D
  2. Anstelle eines nervigen ”Der Lehrer beendet den Unterricht!” kommt der Schüler in Schweden zum Ende der Stunde in den Genuß eines ”Tack för idag!” - Ein  nettes "Danke für heute" und das obwohl alle anfangen ihr Mac zu zuklappen (was dem deutschen-Sachen-zusammen-packen gleichkommt) sobald der Zeiger auch nur in Nähe des Stundenendes kommt ..hier werden Schüler noch geschätzt! :D
  3. Schulklocken und Durchsagen gibt es nicht, da jede Klasse individuelle Zeiten hat und alles Wichtige im Internet zu finden ist! - Und ausserdem kommt die halbe Klasse inklusive Lehrer eh standartmäßig 5min zu spät.. aber wenn der Zug 5min +/- als pünktlich angeben kann, kann das die Schule erst recht!
  4. Klassenbuch, Klassenordner und Schulordnung.. Wörter die auf Schwedisch einfach nicht existieren! - Kein Wunder, dass Schweden und Lehrer so friedlich nebeneinander leben.. Kein unnötiges Rausschmeißen in den Pausen, keine Klassenbucheinträge und kein Streit wer als letztes geputzt oder auch nicht geputzt hat (und das ist einfacher für Schüler UND Lehrer!).
  5. Mathe ist das einzige Fach in dem von einem Schüler erwartet wird Papier und Bleistift zu besitzen! – Und wer dann doch mal einen Radierer braucht wendet sich natürlich an die "DummeDeutsche", die tatsächlich ein ganzes Mäppchen dabei hat.. ^^
  6. Hausaufgaben sind durchschnittlich bis zum Ende des Schuljahres und werden deshalb natürlich bis jetzt erstmal ignoriert! - Das Wort -Hausaufgabenkontrolle- wird somit auch unnötig ..^^
  7.  Die einzige Regel die ich zu Essen während dem Unterricht jemals gehört habe war: Iss deine Nudeln nicht im Computerbereich! - Aber Fika ist in Schweden auch Heilig und somit unantastbar *-* und dem Fika-Gott sei Dank dürfen wir deshalb immer und überall essen, trinken und wenn uns die Schokolade ausgeht sogar eine Pause einfordern um neue zu kaufen! 
  8. Lehrer in Schweden vergessen niemals zu Lochen! - (.. da es auch wirklich nichts zu Lochen gibt^^)
  9. Ein weiteres für Schweden unbekanntes Wort ist "die Sitzordnung". - Jeder entscheidet selbst und jede Stunde neu wo er sitzen will! Und das nach dem Prinzip wer zuerst kommt sitzt zu erst.. Die Konsequenz für Zuspätkommende in Schweden ist also kein kein roter Zettel (oder welche Systeme das superüberpünktliche Deutschland sonst so hat (Nachsitzen ist sogar illegal)), sonder eher ein schlechter bis sogar Stehplatz.
  10.  Wer in Schweden fragt, ob er auf die Toilette oder zum Mülleimer darf – wird ausgelacht!
Kreidetafeln? - Was ist das?!
Snappchat während der Stunde? - Die einzige Regel für Handys: Zum Telefonieren vor die Tür! 

25.9.13

Vlog -> Svenska?!



In einem Land leben dessen Sprache man nicht beherrscht? Ja manchmal ist es hart, manchmal ist es frustrierend und manchmal fühlt man sich ausgeschlossen und allein. Aber dann sind da auch immer wieder diese Momente, die einem ein Lächeln auf den Mund zaubern, die einem ein gutes Gefühl, ein Kribbeln im Magen bescheren. Wenn du plötzlich ein Schild verstehst, an dem du sonst jeden Tag planlos vorbeigelaufen bist. Wenn dir plötzlich klar wird, warum du die eine Marmelade lieber isst, als die andere "Ahh omg Hallon ist Himbeere - ne die mag ich wirklich nicht". Wenn du plötzlich eine Frage in Kemi beantwortest und dich alle doof anstarren. Wenn du plötzlich eine Werbung verstehst und dann darüber lachst wie doof sie ist. Wenn deine Klassenkameradin plötzlich meint: "Du förstår mer om vi tänker." (Du verstehst mehr als wir denken) und du nur grinsend nickst. Und wenn dich ein Büchse Cola plötzlich auffordert sie mit deinen Freunden zu teilen und du nur Nej tack murmelst.
Larissa

12.9.13

10 Fakten die ihr mir niemals glaubt!


  1. Ich fahre jeden Tag mindestens 12,4 km mit dem Fahrrad und Montags sogar ueber 20 km! - Ja ich weis ich reite darauf rum... aber OHA
  2. Ich bin jeden Tag mindestens 20min frueher in der Schule - ja Larissa kommt nicht mehr auf den letzten Drücker!
  3. Ich besitze nur 7 Paar Schuhe und 9 Bücher - Schulbuecher mit eingerechnet!
  4. Ich esse Kartoffeln und zwar fast täglich - Jap I dont belive it too Mamsel :)
  5. Ich bin einer Sportart mit einem Ball beigetreten. - Innebandy! Der Ball und ich ab jetzt  -> friends 4evaaa. ^^
  6. Ich werde hier Experte in Wetter-Wind und Wegplanung - bin schon Experte im ausrechnen welcher Teil meines Weges mit Ruecken- und welcher mit Gegenwind ist!!
  7. Ich weis jetzt wie man eine Waschmaschine, eine Spuelmaschiene .. okay das mit dem Trockner bekomme ich auch noch hin!
  8. Ich ueberlasse meiner Schwester freiwillig das Bad! - O wow warum mache ich das?
  9. Ich schreibe Vokabeln ab! In ein Heft - so mit 2 Spalten!
  10. Ich habe noch keinen Ärger bekommen fürs in der Schule dazwischen quatschen! - Okay zählt vielleicht nicht ganz^^
Bämm!

27.8.13

Min "Alltag" - Eingewöhnung

Plötzlich morgens mit einer Schwester um das Bad catchen müssen - plötzlich in der Schule die sein, die ständig auf Hilfe angewiesen ist - plötzlich ist jeder Klogang ein Abenteuer, da man hin& zurückfinden und diese verdammten Schwedischen Schlösser raffen muss - plötzlich nicht mehr bis 10 zählen können, weil man in drei Sprachen zählt und dann gar nichts mehr rafft - plötzlich ein Zimmer besitzen, das wie eine Poststation aussieht, weil die Packete von zuHause endlich da sind - plötzlich nicht mehr wissen wer gemeint ist, wenn man von seiner Familie spricht - plötzlich ein schwedisches Wort verstehen und sich wie der King persönlich fühlen - plötzlich so viel freie Zeit haben, dass man anfängt den Geschirrspüler auszuräumen  - plötzlich Dauerbesucher bei Goggle Translate sein - plötzlich Mamma Muh lesen müssen und nichtmal verstehen ...
Siehst du den goldenen Helm, das Karlsruhebild und das Horn?


Schule = Stummfilm:
Aber Gott sein Dank ist hier ja alles total modern und technisch und deshalb kann ich parallel zum Unterricht übersetzen, Sachen auf deutsch nach lesen oder dann zu Hause das Dokument über die Stunde im Internet herunterladen und dann versuchen alles zu verstehen. Meine Klasse hat einfach tausend verschiedene Methoden um über das Internet zu kommunizieren und ich blick da noch nicht durch, aber angeblich vereinfacht das den Lernprozess. Aja? Handschrift wird hier völlig überbewertet - für die erste Hausaufgabe musste ich mich in eine Schulseite einloggen und die Datei dann an den Lehrer senden. Aber wenn das der Preis für einen eigenen Mac und Internet in der Schule - Echt billig für Schweden - gekauft! und meine Klasse ist einfach so freaky .. perfekt für mich!

"You look  lonly so I decide to speak to you" , Max

Landschaft = Lange Bikestrecken:
Ihr könnt euch einfach nicht vorstellen wie weit hier alles ist. Überalles ist viel Platz für Gärten und große Häuser, Weiden die almost direkt an das Wohnzimmer anschließen und viele rießige Felder und Heu (wobei ich immer Hej verstehe wenn jemand auf Englisch davon spricht was ja auf Schwedisch Hallo ist. Aber Hey! benutze ich wiederrum oft wenn mich jemand frotzelt, was dann bei den Schweden für Verwirrung sorgt.. jaap vom Thema abgekommen..).
Aber einfach ein paar Fotos zur Verdeutlichung:

Steppe hier in Schweden? - okay vl hab ich in EK wirklich einfach nicht aufgepasst..

Der erste Bilck auf der Hauptstraße in Richtung Innenstadt angekommen...
Wenn die sich drehen bekommt Lauren es mit der Angst zu tun -> Gegenwind!
Ohne Worte
"Jap hier dann Likns in die Pampa einbiegen, dem Feldwelg folgen Achtung Löcher! und dann das letzen Haus... -ja da kommt noch eins!-

Jap es ist Landleben. Aber eigentlich liebe ich es. Ich kann auf dem Weg zur Schule singen oder Vokabeln vor mich hinmurmeln und niemand hört es.. okay und dabei sitze ich auf dem Rad..
Aber es ist schön mal etwas mehr Platz und Ruhe und die perfekte Joggingstrecke direkt vor der Haustür zu haben! Und das Gemüse aus unserem Garten ist sooo lecker (Ich freunde mich hier sogar mit den Kartoffeln an.. Was hier auch notwendig ist :D)

Wer hat eigentlich nochmal gesagt Schwedisches Essen sei nicht gut?


 Larissa